3.ter Bücher-Stammtisch am 23.08.2022 um 19 Uhr fällt leider aus!

Da wir diesen Termin schon angekündigt haben, weisen wir hiermit nochmal ausdrücklich darauf hin, dass der Termin aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden kann.

Dafür freuen wir uns um so mehr, auf den Termin am 8. November 2022! Mehr dazu unter hier.

Nachlese zum 1. Bücher-Stammtisch in Nümbrecht

Zu Anfangs einen besonderen Dank an das Bücherei-Team! Durch die wirklich tolle Vorbereitung und eine wunderschön hergerichtete Bücherei, konnten wir am 15.03.2022 gemeinsam mit allen Teilnehmern in den ersten Bücher-Stammtisch des Jahres starten. Nach einigen Worten zur Begrüßung, von Gisa Hauschildt und mir, entschieden die Teilnehmer darüber, mit welchem Buch es los ging. Die Wahl fiel auf „Im Grunde Gut“ von Rutger Bregman. Ich las eine Passage von Soldaten im Krieg, die viel öfter gar nicht schossen, oder bewusst vorbei, als den Gegner zu töten. Natürlich zogen wir im darauf folgenden Gespräch, parallelen zur aktuellen Situation in der Ukraine. Die Teilnehmer aus allen Altersklassen, von Jugendlichen bis hin zu Rentner, kamen in einer kreativen Diskussion zu einer gemeinsamen Haltung. Empathie, Werte und Haltung sind wichtige Grundlagen für eine freie und demokatische Friedenspolitik. Der Gedanke von Bregman, dass wir Menschen im Grunde gut sind, wurde in verschiedenen Punkten kritisch hinterfragt, jedoch im großen und ganzen als nachvollziehbar empfunden. Hier einige Fragen, die sich die Teilnehmer zu dem Thema gestellt haben:

Wie sensible bist du mit anderen Menschen?

Wie ziehst du deine Kinder auf?

Wie können wir Werte weitergeben?

Durch Vorbilder, wie Bud Spencer und Terence Hill, hat möglicherweise irgendwann die Hemmschwelle für Gewalt zu sinken begonnen, stellte ein Teilnehmer fest. Oft hängt die Entwicklung von Beziehungen, von Zufällen und den Personen ab, die einem dann begegnen. Auch stellten wir uns die Frage, wie wir Regeln und Prinzipien so transportieren, dass wir lernen gut miteinander umzugehen? Wie die eigene Haltung der nächsten Generation ermöglicht, durch gute Beziehungen eine eigene Haltung zu entwickeln?

Gisa Hauschildt und Stephan Löttgen beim Bücher-Stammtisch

Wie ein Teilnehmer feststellt, hat er den Abend als einen kreativen Gesprächskreis erlebt, in dem weitgehend alle zu Wort gekommen sind. Was auch für das Thema „Selbstversorgung“ beim zweiten Buch des Abends galt. Was John Seymour in seinem „Großen Buch vom Leben auf dem Lande“ sehr praktisch beschreibt. Beim lesen einiger Passagen aus dem Buch wurde schnell klar, dass der Autor 1976 schon für die aktuelle Zukunft geschrieben hat. Sehr viele gute Ansätze im Buch, führen in Deinem Umfeld zu interessanten Menschen. Wir fanden heraus, dass es bereits im direkten Umfeld Selbstversorger und Nachhaltigkeitsexperten gibt, die ihre Erfahrungen meist sehr gerne teilen. Einer dieser Menschen war praktischerweise in der Teilnehmerrunde vertreten. Georg Bee, aus Nümbrecht, hat einen öffentlichen Lern- & Nutzgarten angelegt. Schnell wurde klar, dass sein Projekt ein „Leuchtturm“ für Nümbrecht und Umgebung sein kann. Wenn Menschen in Zukunft lernen möchten, was zu tun ist, um selbst einen Teil der Lebensmittel im Garten zu erzeugen. Wir haben auch festgestellt, dass die einzelnen Maßnahmen, wie Selbstversorgung, Photovoltaik, Windkraft und nachhaltige Wirtschaft jeweils ein Teil des Ganzen sein können. Wir als Gemeinde, Gesellschaft oder Menschheit müssen ausprobieren, was im einzelnen Fall funktioniert.

Vorzucht von Salaten, Tomaten und Kohlrabi.

Alles in Allem, war der erste Bücherei-Stammtisch eine sehr schöne Gelegenheit, sich über gezielte Themen auszutauschen. Was mich persönlich daran am meisten begeistert hat, ist die Spontanität, Leidenschaft und Offenheit, mit der wir uns dort alle begenet sind. Ich möchte mich nochmal herzlich bei allen Teilnehmern bedanken und freue mich schon jetzt auf unseren nächsten Termin am Dienstag, den 03.05.2022 in der Bücherei für Nümbrecht. Dann sprechen wir über einen sympathischen Fußball-Lehrer, dessen beeindruckenden Art im Umgang mit anderen Menschen, mit einem Champions League Titel unterstrichen wurde. Die Rede ist von „Ich mag, wenn’s kracht“ – Jürgen Klopp, die Biographie von Raphael Honigstein.

Eine sehr sympathische Geschichte, über einen sehr sympathischen Mensch.

Des weiteren, geht es um einen unglücklichen jungen Mann, der auf einen japanischen Philosophen trifft und mit den Erkenntnissen von Alfred Adler anschließend in der Lage ist, sein eigenes Leben zu bestimmen. In „Du musst nicht von allen gemocht werden – Vom Mut sich nicht zu verbiegen“ von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga, geht es hin und her. Adler, der große Vorreiter der Achtsamkeitsbewegung, ist ein bedeutender Teil des spannenden Dialog zwischen zwei Menschen aus vollkommen unterschiedlichen Generationen. Interessant, welche Parallelen sich möglicherweise zu den Erkenntnissen von Jürgen Klopps Biographen auftun.

Weit mehr, als nur ein Ratgeber.

Weitere Informationen zum nächsten Bücher-Stammtisch findest Du hier oder schreibe an stammtisch@lokales-triebwerk.de.

Der Bücher-Stammtisch in Nümbrecht als Raum für Begegnung und Ideen

Als ich mich im letzten Jahr, an den Vorstand des „Bücherei für Nümbrecht e.V.“ gewandt habe, gab es eine grobe Idee. Ich selbst habe schon so viele Bücher gelesen und auch in meinem beruflichen Kontext an ähnliche Veranstaltungen teil genommen. Ich lebe in Nümbrecht und erlebe auch hier, dass die gesellschaftliche Veränderung immer mehr Fahrt aufnimmt. Als langjähriges Mitglied der Bücherei für Nümbrecht e.V. und auf der Suche nach einer Verknüpfungsmöglichkeit, entstand die Idee für einen Bücherstammtisch. Ich selbst habe viele Themen, bei denen mir Sachbücher, Romane oder allgemeine Literatur weiter geholfen hat. Als Inspiration, Impuls oder einfach zur Entspannung. Es gibt viele Menschen in Nümbrecht und Umgebung, die ähnliches erleben und sich dazu austauschen möchten.

Der Bücher-Stammtisch ist für alle Generationen gedacht! Ich freue mich auf Gespräche über alle Altersgruppen hinweg und hoffe auf mehr Verständnis für einander. Ängste, Mut und Hoffnung liegen oft nur ein paar Zeilen und Gespräche auseinander. Die vorgestellten Bücher sollen Brücken bauen und Menschen zur gemeinsamen Weiterentwicklung anregen. Das Team der Bücherei für Nümbrecht e.V. und der Blog des Lokalen Triebwerk freuen sich auf einen regen Austausch.

Die Räumlichkeiten begrenzen die Teilnehmer-Zahl auf 30 Personen. Aus diesem Grund und zur Planung der Getränke und Bestuhlung, ist eine Anmeldung per Email unbedingt erforderlich! Mehr Informationen zum kommenden Bücher-Stammtisch gibt es hier.

stammtisch@lokales-triebwerk.de

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

Buchtipp: The LEAN Deal …was ist „DRIN“ für Dich? von Michael Althoff

Ein Buch das es in sich hat!

„Wie habt Ihr angefangen?“ oder „Worauf müssen wir achten?“ – Fragen, die ich in meiner Rolle als Unternehmens(weiter)entwickler bei der Stommel Haus GmbH regelmäßig gestellt bekomme. Selbst diese Aufgabe hat sich im Laufe der letzten fünf Jahre ständig weiterentwickelt. Angefangen hat diese Weiterentwicklung mit dem Wunsch der Familie Stommel, eine „Lean Kultur“ im Unternehmen zu kultivieren. Im Zusammenhang mit diesem Wunsch, haben wir dann die Unternehmer Paul Akers und später auch Michael Althoff kennen gelernt. Ihre Erfahrungen und die Entwicklung ihrer Unternehmen, waren für uns beeindruckende Beispiele. Welche uns bewegt haben, die Erfahrungen zu nutzen und unsere eigene Weiterentwicklung zu starten.

„Alle Fehler, die ich bereits gemacht habe, schenke ich Dir. Du kannst sie gerne selbst nochmal machen, oder Du nutzt meine Erfahrungen, um es besser zu machen. Das bedeutet, Du bist um ein Vielfaches schneller dort, wo ich jetzt bin.“

Michael Althoff (in einem Gespräch mit Stephan Löttgen 2018)

Wenn Du selbst Inhaber bist, oder in einem Unternehmen tätig, dass immer stärker mit der Veränderung zu kämpfen hat, dann ist das Buch ein möglicher Startpunkt für Dich. Man kann nicht Yellotools, Fast Cap oder Stommel Haus kopieren. Es sind absolut individuelle Unternehmen, die durch ihre Mitarbeiter und Kunden einzigartig sind. Du kannst jedoch sehr viel aus ihren Fehlern lernen und Deinen persönlichen Weg entsprechend verkürzen. Solltest Du Fragen zur Entstehung und Weiterentwicklung einer solchen Lean-Kultur haben, kannst Du gerne persönlich nachfragen.

Das Buch kannst Du direkt auf der Website von Michael bekommen:

Zur Webseite von Michael Althoff

Die Episode 2 des Podcast ist ebenfalls zum Thema „Lean Deal“!

Ein Buch der guten Beispiele: Reinventing Organisations

Schon verrückt, was dieser Frederic Laloux da behauptet. In der aktuellen Welt der Betriebswirtschaftslehre hat es fast Ähnlichkeiten mit Kopernikus und Galileos Theorien zum Sonnensystem, nur das die zwei von der Kirche weg gesperrt wurden. Wohingegen Laloux’s Beobachtungen, in seinem Buch „Reinventing Organisations“, die Welt der Organisationsentwicklung eher begeistert. Nicht alle, jedoch immer mehr Unternehmen denken laut über Holokratie im Unternehmen nach. Längst nicht alle haben verstanden um was es geht, jedoch ist ein grundsätzliches Interesse vorhanden. In den meisten Fällen sind die „Mächtigen“ nicht konsequent genug und haben Angst. Auch das sie ihre Macht verlieren. Egal ob Führungskräfte oder Unternehmenslenker, man stolpert gerne schon Mal über die eigenen Füße.

Holokratie

Sie ist ein Prozess von häufigen und kleinen Kurskorrekturen an Stelle von monumentalen Grundsatzplanungen (angelehnt an das evolutionäre Prinzip der natürlichen Entwicklung). So können schwerfällige „bürokratische“ Prozesse umgangen werden, die sowohl in hierarchischen Organisationen als auch in konsensorientierten Gemeinschaften entstehen. Stattdessen wächst eine gegenwartsbezogene Handlungsfähigkeit.

Wikipedia

Ich persönlich kann auch im Bezug auf Laloux’s Buch nur nochmal deutlich machen, dass es gar nicht so kompliziert ist, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Die Transparenz, die meist von sich erfolgreich entwickelnden Organisationen ausgehend, ist der Schlüssel zu einer „Gemeinschaft der gemeinsamen Weiterentwicklung“. Die durch Inspiration und eigenen Versuchen zum individuellen Erfolg führen können. Auch hier gilt wieder: Man kann den Gaul nur zu Tränke führen, saufen muss er selbst.

Wir suchen schließlich nach einfachen und zufriedenstellenden Aufgaben, mal von einigen Ausnahmen abgesehen. Bei meiner Arbeit, als Mediator, Moderator und Coach in der Stommel Haus Akademie, habe ich nach dem Lesen und bearbeiten von „Reinventing Organisations“ einige grundlegende Dinge in meiner Kommunikation verändert. Außerdem wurde klar, dass es in der Organisation auch für unterschiedliche Situationen, entsprechende Ausrichtungen gibt. Wenn wir in den absoluten „Überlebensmodus“ schalten müssen, dann gilt es schnell und einheitlich zu handeln. In einer solchen Situation, ist es nicht schlecht, wenn man dafür eine hierarchische Strucktur hat, die dann im Notfall funktioniert. Solang die betroffenen Kollegen verstehen, dass es irgendwann wieder mit Selbstverantwortung, Holokratie und Freiheiten weiter geht, ist das kein Problem. Hier ist ein gutes Vertrauen, einfach sehr wichtig, für ein gutes Gelingen. Wobei es eben so wichtig ist, dass die Führungskräfte auch „organisch gewachsene“ Autoritäten sind. Nur diesen aus der Gruppe gewachsenen Anführern folgen die Kollegen gerne und sind bereit bis ans Äußerste zu gehen.

Hier ein Video von Peter Green zu dem Thema. (Englisch)

Das Organisationen nicht zu groß sein sollten, zeigen einige Beispiele aus dem Buch. Ich schätze es sehr, meine Kollegen alle persönlich zu kennen (Nicht, wir haben uns Mal gesehen. Sondern, wir tauschen uns regelmäßig zu den unterschiedlichsten Dingen aus). Wir haben alle eine respektvolle Beziehung zueinander. Selbst wenn wir uns nicht leiden können, schließt das nicht aus, dass wir einander respektieren. Was dazu beiträgt, dass z.B. die aktuelle Situation „gerockt“ wird. Zur Erläuterung hole ich gerne kurz aus, da die Corona-Ausfälle in sehr vielen Organisationen, aktuell schon ein extremer Stresstest sind.

Im Jahr 2018 haben gab es eine Grippe-Welle, die uns bei Stommel Haus extrem herausgefordert hat. Fast die Hälfte des Manufaktur-Teams ist krank ausgefallen. Wenn die Handwerker nicht bauen, können wir keine Häuser termingerecht ausliefern. Das ist für unsere Kunden und natürlich auch für unseren Terminplan ein Desaster. Also haben wir alles daran gelegt, den Termin trotz Ausfälle zu halten. Mit Kollegen aus den Büros, die uns in der Manufaktur unterstützt haben und einigen Überstunden, haben wir es im „Kampf-Modus“ geschafft. Was wir in diesen drei Wochen gelernt haben, ist die Fähigkeit umzuschalten. Trotz der zuvor entwickelten Selbstorganisation, den Schutzräumen und der Unternehmensdemokratie, wurde umgeschaltet auf strategische Hierarchie mit klaren Anweisungen und dem Abbruch aller Weiterentwicklungsprozesse. Vorübergehende, halt solange bis die Lange sich entspannt hat. Das hat anfangs einige verbale Faustkämpfe gebraucht, bis allen klar war, dass es kurzfristig und Übergangsweise ist.

Im Anschluss, als alle wieder gesund und wieder im „Fluss“ waren, wurden sofort alle Weiterentwicklungsprozesse wieder aufgenommen. Wir, als Team, waren jetzt super eingeschworen, da wir diese Situation mit einem „blauen Auge“ gemeistert hatten. Als sich vor einigen Tagen die nächste Krankheitswelle ankündigte, war allen klar, was zu tun ist. Wir haben gemeinschaftlich in den „Kampf-Modus“ geschaltet und ja! – Es macht schon fast Spaß, dass jetzt „zu rocken“! Wir haben gelernt, dass man als Unternehmen die Stufen der Entwicklung wie eine Gangschaltung nutzen kann. Im Bedarfsfall schalten wir auf Orange oder Rot, da es dann einfacher durch Engpässe geht. Anschließend schalten wir wieder auf Grün oder Türkis um. Wir nutzen dass proaktiv. Eine sehr wertvolle Erkenntnisse aus dem Buch von Frederic Larloux. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und ausprobieren.

Wolf Lotter: Zusammenhänge – Wie wir lernen, die Welt wieder zu verstehen | Keynote

Ein Beitrag vom sehr geschätzten Wolf Lotter, der die Grundidee des lokalen Triebwerk untermauert. Wir wollen das Wissen teilbar machen und die Menschen dabei unterstützen, ihre Werkstatt zu öffnen. Ganz gleich, ob Handwerk, Wissenarbeit oder Dienstleistung, wer die Türen öffnet und sich austauscht, gewinnt Weiterentwicklung. Das Triebwerk moderiert, vernetzt und katalysiert im Rahmen des gemeinsamen Austausch.

Viel Vergnügen bei anschauen und nachdenken.

Podcast: Die Idee – Episode 1 ist online!

Aller Anfang ist schwer, doch endlich ist sie Online: Die erste Episode unseres Podcast! Wie der Titel schon verrät, geht es in erster Linie um die Idee zum Lokalen Triebwerk. Stephan erzählt, auf welchen Wegen er die Impulse erfahren hat, die am Ende zum Lokalen Triebwerk verschmelzen. Du bist herzlich eingeladen, die Episode hier oder auf den üblichen Plattformen zu hören! Sollte sie Dir gefallen, lass es uns wissen und teile sie mit Menschen, die das auch interessieren könnte. Vorab schon Mal vielen Dank für Dein Interesse und die Unterstützung.

Wir werden kommunikativer…

Frank Eilers, der hier über die Zukunft der Arbeit spricht, bringt es auf den Punkt.

Ich greife den Beitrag hier auf, da ich das Beispiel leider sehr gut nachvollziehen kann. Ich habe einige Kollegen, die mich in „CC“ setzten. Das ist sicher gut gemeint, jedoch unendlich anstrengend. Ich lese die meisten der Nachrichten gar nicht mehr, was jedoch immer häufiger zu verpassten Informationen führt. Es gibt halt zwischendurch auch wichtiges. Nur der Zeitaufwand, dass alles zum sortieren zu lesen, der ist enorm. Dann kritisiere ich die Flut an „CC“-Mails und werde oft nicht verstanden. Also hier mein Wunsch an alle Menschen, die in Zukunft besser und effektiver Kommunizieren wollen:

Nur was ankommt, ist kommuniziert.

Reinhard Mika Steiner

Ich wünsche mir, dass wir alle lernen, sinnvoll zu kommunizieren. Dabei geht es nicht um die Sprache, oder den respektvollen Umgang miteinander. Leider bleibt auch das gerne Mal auf der Strecke, jedoch ist der Weg oft das Problem. Wenn wir zum Bäcker wollen, um die Sonntagsbrötchen zu kaufen, dann treffen wir eine Entscheidung über Weg, Fahrzeug und welchen Bäcker wir aufsuchen. In der Kommunikation, haben leider viele Menschen keinen Überblick über die Möglichkeiten. Auch gibt es oft das Missverständnis über die Funktionalität der Verschiedenen Kanäle und Programme. Wann schickt man eine E-Mail? Wann nutzt man einen Chat? Wenn Chat, welche Plattform? Besser  Telefonieren, oder eine Sprachnachricht schicken? Video-Call oder Foto mit händisch markierter Stelle, die man besprechen möchte? Es gibt Heute einfach tausend Möglichkeiten und immer öfter verabschieden sich Menschen aus dem Kommunikations-Dschungel. Wer schon Mal in Rom einen Kreisverkehr benutzt hat, der kann die Parallelen zur modernen Kommunikation problemlos ziehen. Doch wie kann man angemessen und effektiv kommunizieren?

Was hier als Kommunikation 4.0 bezeichnet wird, kann man auch einfach für sich selbst und auch für die eigene Organisation Mal grundsätzlich durchdenken und definieren. Es wird genug geben, die jetzt aufschreien und fordern, einfach miteinander zu reden. Wie immer halt. Wundere Dich nicht, wenn Du das einforderst und ständig auf Rückruf wartest. Die Dichte der Kommunikation ist enorm gestiegen, erinnern Dich an den Kreisverkehr in Rom. Und es bleibt ja nicht nur bei der Kommunikation zwischen zwei Menschen. Noch nie, in der Geschichte der Menschheit, standen uns so viele Kanäle zur Verfügung, um Informationen in die Breite zu senden. Die Rede ist hier von Social Media…

Ich denke es ist Sinnvoll, sich selbst zu Hinterfragen und auch die Menschen zu fragen, mit denen Du regelmäßig kommunizieren möchtest. Kläre ab, welche Wege zum Ziel führen. Mit welcher Software kannst Du welchen Kommunikations-Weg für Dich einfach beschreiten? Suche nach guten Beispielen, nutze diese jedoch nicht als „Beste Lösung“ und kopiere sie einfach. Entwickle Deine guten Lösungen mit Hilfe der Erfahrungen von anderen aus Deinem Umfeld. Eine Sache ist klar, dass wird nicht von jetzt auf gleich funktionieren und Früchte tragen. Nur, wie Frank Eilers schon richtig festgestellt hat, die Kommunikation wird für unsere Gesellschaft und Wirtschaft zukunftsentscheidend sein.

Ein wunderbarer Dialog im Blog der Unternehmensdemokraten

Vor einigen Wochen, habe ich mit Dr. Andreas Zeuch einen Dialog aufgezeichnet. Es geht um Agilität, Gleichberechtigung und was alles das mit Demokratie zu tun hat. Folge dem Link zum Blog der Unternehmensdemokraten aus Berlin.

Im Dialog: Wie entsteht Agilität und Gleichberechtigung?

Viel Spaß beim Lesen, über Feedback freue ich mich an stephan@lokales-triebwerk.de

Was kann Coaching für Dich sein?

Hier möchte ich Euch einen wirklich sehr interessanten Podcast von Frank Eilers aus der Reihe „Arbeitsphilosophen – Die Zukunft der Arbeit“ empfehlen. Gerne erweitere ich die Empfehlung, über die aktuelle Episode hinaus, auf den gesamten Podcast. Ich bin seit Jahren ein treuer Hörer von Frank. Der Beitrag hier widmet sich jedoch der aktuellen Episode im speziellen, da es ausgezeichnet zum lokalen Triebwerk passt. Wenn Du magst, höre doch selbst erstmal rein:

Hier geht es direkt zum Podcast von Frank Eilers!
Podcast: Frank Eilers – Arbeitsphilosophen – Zukunft der Arbeit – SCHWERPUNKT: Coaching – Bullshit oder Zukunft der Arbeit?

Was hat mich an diesem Podcast besonders „getriggert“? Seine Frage, ob wir uns in Zukunft alle gegenseitig coachen? Wenn ich es genau nehme, dann ist der Gedanke von Frank nicht neu. Was man in der HipHop-Kultur „Each one Teach one“ (z.dt. „Jeder lernt von jedem“) nennt, ist bei Lave und Wenger, die sgt. „Community of Practice„. An einem anderen Ort, schwärmt John Stepper von „Working out loud„. Seit den 1960 Jahren bilden Landwirte sgt. „Maschienenringe“ über diese „Plattform des Vertrauens“ wurde auch Wissen weitergegeben und man lernte voneinander, mit diesen Maschinen zu arbeiten. In meiner Rolle als Coach bei der Firma Stommel Haus, habe ich genau diese Erfahrung auch mit unserem „Morgentreffen“ gemacht. Die Kollegen öffnen sich und lernen praktisch voneinander. Durch Vertrauen, Respekt und Toleranz, entsteht eine sehr wertvolle Lernumgebung. Wertvoll, da sie nicht theoretische Modelle simuliert, sondern echte Erfahrungen austauscht und je nach Bedarf, flexibel zwischen Wissensaustausch, Schwarminterligenz und Unterstützung wechselt. Kooperation, Transparenz und Kolaboration sind Zutaten, die durch Vertrauen und Reflexion zu einer inovativen und trotzdem vernünftigen Mischung reifen. Hierbei liegt der Schwerpunkt im langsamen „reifen“ der Gemeinschaft. Das alles kann man nicht mit einem Schalter anknipsen, oder gar installieren! Es bedarf den entsprechenden Rahmenbedinungen und auch einer guten Führung, die selbst mit Herzblut an diese Entwicklung glaubt. Jetzt möchte ich gerne den Bogen zum Coachen spannen. Dazu biete ich Dir hier noch einen weiteren Podcast an:

Podcast: Simone Winkler: Coaching – Der Film: Du siehst nur, was Du weißt ICH WIR ALLE. Selbst + Team + Werte-Entwicklung

Der für mich entscheidende Satz in diesem Gespräch ist der Titel des Filmes: „Du siehst nur was Du weißt!“ Woher will ich alleine wissen, was ich verändern muss? Woher sollen wir als Unternehmen wissen, was wir gemeinsam verändern müssen, damit wir uns an die Umstände anpassen können. Quasi um „Agil“ zu sein. Das können uns Menschen sagen, die ähnliches schon erlebt haben. Die Wege gegangen sind, die zu ähnlichen Lösungen geführt haben. Menschen, die darin geübt sind, sich zu öffnen und zu kollabirieren. Wenn wir es schaffen, wieder als Gemeinschaft zu lernen, dann werden wir uns hoffentlich alle gegenseitig coachen, lieber Frank. Deine Frage mit einem einfachen „Ja“ zu beantworten, hätte sicher ausgereicht. So, können wir jedoch besser voneinander lernen. 😉

Hier im lokalen Triebwerk, möchten wir genau diese Möglichkeiten bieten. Gemeinsam lernen, austauschen und uns als Gemeinschaft weiterentwickeln.

Beste Grüße

Stephan Löttgen