Nachlese zum 1. Bücher-Stammtisch in Nümbrecht

Zu Anfangs einen besonderen Dank an das Bücherei-Team! Durch die wirklich tolle Vorbereitung und eine wunderschön hergerichtete Bücherei, konnten wir am 15.03.2022 gemeinsam mit allen Teilnehmern in den ersten Bücher-Stammtisch des Jahres starten. Nach einigen Worten zur Begrüßung, von Gisa Hauschildt und mir, entschieden die Teilnehmer darüber, mit welchem Buch es los ging. Die Wahl fiel auf „Im Grunde Gut“ von Rutger Bregman. Ich las eine Passage von Soldaten im Krieg, die viel öfter gar nicht schossen, oder bewusst vorbei, als den Gegner zu töten. Natürlich zogen wir im darauf folgenden Gespräch, parallelen zur aktuellen Situation in der Ukraine. Die Teilnehmer aus allen Altersklassen, von Jugendlichen bis hin zu Rentner, kamen in einer kreativen Diskussion zu einer gemeinsamen Haltung. Empathie, Werte und Haltung sind wichtige Grundlagen für eine freie und demokatische Friedenspolitik. Der Gedanke von Bregman, dass wir Menschen im Grunde gut sind, wurde in verschiedenen Punkten kritisch hinterfragt, jedoch im großen und ganzen als nachvollziehbar empfunden. Hier einige Fragen, die sich die Teilnehmer zu dem Thema gestellt haben:

Wie sensible bist du mit anderen Menschen?

Wie ziehst du deine Kinder auf?

Wie können wir Werte weitergeben?

Durch Vorbilder, wie Bud Spencer und Terence Hill, hat möglicherweise irgendwann die Hemmschwelle für Gewalt zu sinken begonnen, stellte ein Teilnehmer fest. Oft hängt die Entwicklung von Beziehungen, von Zufällen und den Personen ab, die einem dann begegnen. Auch stellten wir uns die Frage, wie wir Regeln und Prinzipien so transportieren, dass wir lernen gut miteinander umzugehen? Wie die eigene Haltung der nächsten Generation ermöglicht, durch gute Beziehungen eine eigene Haltung zu entwickeln?

Gisa Hauschildt und Stephan Löttgen beim Bücher-Stammtisch

Wie ein Teilnehmer feststellt, hat er den Abend als einen kreativen Gesprächskreis erlebt, in dem weitgehend alle zu Wort gekommen sind. Was auch für das Thema „Selbstversorgung“ beim zweiten Buch des Abends galt. Was John Seymour in seinem „Großen Buch vom Leben auf dem Lande“ sehr praktisch beschreibt. Beim lesen einiger Passagen aus dem Buch wurde schnell klar, dass der Autor 1976 schon für die aktuelle Zukunft geschrieben hat. Sehr viele gute Ansätze im Buch, führen in Deinem Umfeld zu interessanten Menschen. Wir fanden heraus, dass es bereits im direkten Umfeld Selbstversorger und Nachhaltigkeitsexperten gibt, die ihre Erfahrungen meist sehr gerne teilen. Einer dieser Menschen war praktischerweise in der Teilnehmerrunde vertreten. Georg Bee, aus Nümbrecht, hat einen öffentlichen Lern- & Nutzgarten angelegt. Schnell wurde klar, dass sein Projekt ein „Leuchtturm“ für Nümbrecht und Umgebung sein kann. Wenn Menschen in Zukunft lernen möchten, was zu tun ist, um selbst einen Teil der Lebensmittel im Garten zu erzeugen. Wir haben auch festgestellt, dass die einzelnen Maßnahmen, wie Selbstversorgung, Photovoltaik, Windkraft und nachhaltige Wirtschaft jeweils ein Teil des Ganzen sein können. Wir als Gemeinde, Gesellschaft oder Menschheit müssen ausprobieren, was im einzelnen Fall funktioniert.

Vorzucht von Salaten, Tomaten und Kohlrabi.

Alles in Allem, war der erste Bücherei-Stammtisch eine sehr schöne Gelegenheit, sich über gezielte Themen auszutauschen. Was mich persönlich daran am meisten begeistert hat, ist die Spontanität, Leidenschaft und Offenheit, mit der wir uns dort alle begenet sind. Ich möchte mich nochmal herzlich bei allen Teilnehmern bedanken und freue mich schon jetzt auf unseren nächsten Termin am Dienstag, den 03.05.2022 in der Bücherei für Nümbrecht. Dann sprechen wir über einen sympathischen Fußball-Lehrer, dessen beeindruckenden Art im Umgang mit anderen Menschen, mit einem Champions League Titel unterstrichen wurde. Die Rede ist von „Ich mag, wenn’s kracht“ – Jürgen Klopp, die Biographie von Raphael Honigstein.

Eine sehr sympathische Geschichte, über einen sehr sympathischen Mensch.

Des weiteren, geht es um einen unglücklichen jungen Mann, der auf einen japanischen Philosophen trifft und mit den Erkenntnissen von Alfred Adler anschließend in der Lage ist, sein eigenes Leben zu bestimmen. In „Du musst nicht von allen gemocht werden – Vom Mut sich nicht zu verbiegen“ von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga, geht es hin und her. Adler, der große Vorreiter der Achtsamkeitsbewegung, ist ein bedeutender Teil des spannenden Dialog zwischen zwei Menschen aus vollkommen unterschiedlichen Generationen. Interessant, welche Parallelen sich möglicherweise zu den Erkenntnissen von Jürgen Klopps Biographen auftun.

Weit mehr, als nur ein Ratgeber.

Weitere Informationen zum nächsten Bücher-Stammtisch findest Du hier oder schreibe an stammtisch@lokales-triebwerk.de.

Der Bücher-Stammtisch in Nümbrecht als Raum für Begegnung und Ideen

Als ich mich im letzten Jahr, an den Vorstand des „Bücherei für Nümbrecht e.V.“ gewandt habe, gab es eine grobe Idee. Ich selbst habe schon so viele Bücher gelesen und auch in meinem beruflichen Kontext an ähnliche Veranstaltungen teil genommen. Ich lebe in Nümbrecht und erlebe auch hier, dass die gesellschaftliche Veränderung immer mehr Fahrt aufnimmt. Als langjähriges Mitglied der Bücherei für Nümbrecht e.V. und auf der Suche nach einer Verknüpfungsmöglichkeit, entstand die Idee für einen Bücherstammtisch. Ich selbst habe viele Themen, bei denen mir Sachbücher, Romane oder allgemeine Literatur weiter geholfen hat. Als Inspiration, Impuls oder einfach zur Entspannung. Es gibt viele Menschen in Nümbrecht und Umgebung, die ähnliches erleben und sich dazu austauschen möchten.

Der Bücher-Stammtisch ist für alle Generationen gedacht! Ich freue mich auf Gespräche über alle Altersgruppen hinweg und hoffe auf mehr Verständnis für einander. Ängste, Mut und Hoffnung liegen oft nur ein paar Zeilen und Gespräche auseinander. Die vorgestellten Bücher sollen Brücken bauen und Menschen zur gemeinsamen Weiterentwicklung anregen. Das Team der Bücherei für Nümbrecht e.V. und der Blog des Lokalen Triebwerk freuen sich auf einen regen Austausch.

Die Räumlichkeiten begrenzen die Teilnehmer-Zahl auf 30 Personen. Aus diesem Grund und zur Planung der Getränke und Bestuhlung, ist eine Anmeldung per Email unbedingt erforderlich! Mehr Informationen zum kommenden Bücher-Stammtisch gibt es hier.

stammtisch@lokales-triebwerk.de

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Wer unsere Region liebt, der probiert aus! Wie man Dörfer zukunftsfähig machen kann.

Wie gut gelingt es uns, die Dinge wirklich „neu“ zu denken? Oder rühren wir nur verzweifelt in den „alten“ Töpfen? Es gab schon mal ähnliche Situationen, wie sie aktuell vorherrschen. Vielleicht weniger dramatisch, jedoch von Problemen gezeichnet. Krisenbewältigung bedarf den Schritt aus der Komfort-Zone. Es reicht nicht ein Problem oberflächlich zu bespielen, wir sollten unbedingt versuchen, die Dinge von Grund auf neu zu denken. Es darf nur auch nicht bei Gedanken bleiben! Wir müssen ins Handeln kommen! Natürlich können dabei Fehler passieren, was hält einfach dazu gehört.

Was, wenn die Rahmenbedingungen ausschlaggebend sind, dass die Region Oberbergischer Kreis für Menschen interessant ist. Arbeiten in Zukunft, dass bietet massive regionale Möglichkeiten, auch für den Handel. Warum fahren wir weite Strecken zur Arbeit, oder zum Einkaufen? Was können wir tun, um die Region attraktiv zu machen? Schöne Fotos von der Landschaft? Vielleicht für’s Herz, nur die Grundlagen für ein sinnvolles, modernes, kooperatives Leben, müssen wir jetzt auf den Weg bringen.

Welche Ideen und Anregungen hast Du? Schreib mir eine Mail an feedback@lokales-triebwerk.de

Stell Dir vor, Du benötigst ein Ersatzteil, musst nur die Logistik anrufen und die bringen das Teil.

Wie in dem Beitrag dargestellt, ist die Problematik auf der Baustelle ein „Zeitfresser“. Der Monteur entdeckt, z.B. ein unerwartet defektes Bauteil und benötigt jetzt umgehend ein Ersatz. Wie im Video bedarf es eines Anrufes und der Beschaffungsfahrt zum Großhändler. Das kostet nicht einmal, sondern zweimal Zeit. Der Monteur, Vorarbeiter oder Geschäftsführer muss sich in ein Auto setzten und den Transport selbst erledigen. Das ist wirtschaftlich ein Desaster, da diese Fahrt mit dem Stundenlohn des Handwerkers berechnet werden muss. Dazu kommt, dass der Monteur in dieser Zeit nicht seine eigentliche Arbeit erledigen kann. Die muss also nachgearbeitet werden, was wieder andere Projekte unter Druck setzt. Der Druck erzeugt Stress und dieser führt unter Garantie zu Mängeln und Flüchtigkeitsfehler. Also stellt sich die Frage, wie kann der Monteur die Ursache dafür besser lösen? Er beauftragt z.B. einen Rentner, oder einen Bekannten, der Zeit hat, jedoch wesentlich weniger Kosten verursacht. Darüber hinaus, kann der Monteur seiner geplanten Arbeit nachgehen, selbst wenn das möglicherweise nicht in der geplanten Reihenfolge geht. Er schöpft jedoch dort Wert, wo er der Experte ist.

Würdest Du als Handwerksbetrieb einen externen Dienst beauftragen, um Dich in solchen Situationen zu unterstützen? Schreib gerne in die Kommentare oder direkt per Mail an feedback@lokales-triebwerk.de